Human Computer Interaction in der Peripherie der Aufmerksamkeit

Haldimann, Felix and Suter, Urs (2009) Human Computer Interaction in der Peripherie der Aufmerksamkeit. Masters thesis, HSR Hochschule für Technik Rapperswil.

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Abstract

Ziel: Diese Studie untersucht wie Interaktion gestaltet werden soll, damit Informationen vom Anwender in der Peripherie der Aufmerksamkeit verarbeitet werden können. Dazu sollen Designkriterien formuliert und evaluiert werden. Hintergrund: Die zunehmende Durchdringung unserer Lebenswelt mit technischen Systemen ist Anlass und Motivation, uns mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Interaktion mit technischen Systemen zu gestalten ist, damit wir sie als angenehm und nicht als störend empfinden. Das Konzept der Calm Technology, welches Mitte der 1990er Jahre als Vision entworfen wurde ist, macht darauf aufmerksam, dass die natürlichen Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsressourcen des Menschen eine grosse Menge an Informationen in der Peripherie verarbeiten, ohne dass der Anwender dies als zusätzliche Belastung empfindet. In der vorliegenden Studie wird dieser Vorgang als periphere Aufmerksamkeit bezeichnet. Methode: Mit qualitativen Methoden werden aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedingungen untersucht, unter denen periphere Aufmerksamkeit zu beobachten ist. Dazu werden mit den Modellen der Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie und mit Konzepten des Human Computer Interaction Design Gestaltungsmerkmale der Interaktion mit technischen Systemen identifiziert. Diese Merkmale werden mit Contextual Inquiries in Arbeitsumgebungen mit komplexen Steuer- und Überwachungssituationen überprüft. Daraus werden Designkriterien abgeleitet, welche in einem Laborexperiment unter kontrollierten Bedingungen evaluiert werden. Resultat: Als Ergebnis der vorliegenden Studie ergeben sich die folgenden fünf Designkriterien, welche die Qualität von Interaktion mit peripherer Aufmerksamkeit beschreiben: Kontinuität Abstraktionsgrad Differenzierung Lernförderlichkeit Erwartungskonformität Diese Designkriterien sind in unterschiedlicher, kontextabhängiger Gewichtung für konkrete Systeme anwendbar. Anwendung und nächste Schritte: Die Designkriterien bilden einen Rahmen, um interaktive Systeme so zu gestalten, dass sie den menschlichen Kapazitäten der Wahrnehmung und Kognition entsprechen. Sie sind für Subsysteme geeignet, welche in offene, soziotechnische Systeme integriert sind und mit peripheren Kontextinformationen den Anwender unterstützen. Als nächsten Schritt sind die Designkriterien in einem konkreten System umzusetzen und in einem realen Kontext zu evaluieren und allenfalls zu erweitern.

Item Type: Thesis (Masters)
Subjects: Topics > HCI Design
Divisions: Master of Advanced Studies in Human Computer Interaction Design
Depositing User: HSR Deposit User
Contributors:
Contribution
Name
Email
Thesis advisor
Hauri, Christian
UNSPECIFIED
Thesis advisor
Philopoulos, Alexandros
UNSPECIFIED
Thesis advisor
Uhr, Marcel
UNSPECIFIED
Date Deposited: 24 Jul 2012 07:55
Last Modified: 16 Apr 2013 08:24
URI: https://eprints.ost.ch/id/eprint/4

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